Wühlmausbekämpfung

Spätestens dann, wenn im Garten das Gemüse nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich nach unten wächst, sollte sich der Kleingärtner über das Thema Wühlmäuse Gedanken machen. Die kleinen, possierlichen Tierchen gehören wahrscheinlich zu den schlimmsten Schädlingen im Garten – und gleichzeitig zu denen, die am schwersten zu bekämpfen sind, wie ich aus leidvoller Erfahrung auch in meinem eigenen Garten erleben muss.

Mit meinem Online-Ratgeber zur Wühlmausbekämpfung möchte ich Rat und Hilfe bieten, und mich ganz dem Leben und der Bekämpfung von Wühlmäusen widmen.

Was ist zu tun, wenn Wühlmäuse im Garten sind?

Wühlmause wieder aus dem Garten zu vertreiben, kann ein kompliziertes Vorhaben sein. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Garten regelmäßig auf Anzeichen untersuchen, die auf die Tätigkeit von Großen Wühlmäusen zurückgehen. Ein frühzeitiges Erkennen trägt zur Schadensminimierung bei, denn Wühlmäuse lassen sich besser vertreiben bzw. bekämpfen, solange sie sich noch nicht fortpflanzen. Das bedeutet, v. a. im Frühjahr sollte nach potentiellen Wühlmausspuren (abgestorbene Pflanzen, nicht austreibende Pflanzen, ev. Erdhügel und Gänge etc.) Ausschau gehalten werden. Das Erkennen eines Wühlmausbefalls kann in manchen Fällen schwierig sein bzw. erst dann erfolgen, wenn bereits erhebliche Schäden angerichtet wurden. Zum Teil ist es möglich, dass Große Wühlmäuse das Gangsystem von Maulwürfen benützen, wodurch das Erkennen des Wühlmausbefalls zusätzlich erschwert wird.

Wühlmausbekämpfung
Wühlmäuse bekämpfen – bei den possierlichen Tierchen nicht immer eine ganz leichte Aufgabe.

1. Wühlmaus oder Maulwurf?

Ist man fündig geworden, muss als nächster Schritt überprüft werden, ob es sich tatsächlich um eine Große Wühlmaus handelt oder ob sich ein Maulwurf angesiedelt hat. Maulwürfe gehören zu den geschützten Arten und dürfen lediglich vertrieben werden, sie dürfen jedoch durch die Vergrämungsmaßnahmen nicht zu Schaden kommen bzw. nicht getötet werden. Anhand der äußerlichen Charakteristika eines Maulwurfs- bzw. Wühlmausbaues muss bestimmt werden, welches Tier sich im Garten angesiedelt hat: Wühlmäuse oder Maulwürfe?

2. Wühlmausgänge aufspüren und Verwühlprobe durchführen

Um Wühlmausgänge aufzuspüren, verwendet man Suchstäbe. Dabei handelt es sich um dünne Stäbe aus Metall oder sonstigen stabilen Materialien, mit denen man kreisförmig rund um mögliche Gangöffnungen im Abstand von ca. 5 Zentimetern vorsichtig in den Boden sticht. Sackt der Stab ruckartig ein, ist das ein Zeichen dafür, dass darunter ein Hohlraum zusammengebrochen ist und es sich um einen Gang handeln kann. Als nächster Schritt ist mithilfe der Verwühlprobe [Link] zu untersuchen, ob es sich um einen Wühlmausgang handelt und ob dieser noch bewohnt ist. Handelt es sich tatsächlich um einen noch benutzten Gang, dann wird dieser innerhalb kürzester Zeit wieder verwühlt, d. h. verstopft und repariert.

3. Abwehrmaßnahme wählen

Anhand der äußerlichen Merkmale eines Wühlmausbaues und mithilfe des Suchstabes sollten weitere Gänge gesucht werden, um einen Überblick über das Ausmaß des Befalls zu bekommen. Danach entscheiden Sie, ob Sie Ihren ungebetenen Gartenbewohnern mit Vergrämungsmethoden (Wühlmäuse vertreiben) zu Leibe rücken wollen oder ob Sie eine mechanische (Fallen) und/oder chemische Methode (Gift) wählen müssen.
Grundsätzlich gilt: Abhängig von der Befallsstärke sollte die Wahl auf Vergrämungsmaßnahmen oder mechanische Methoden fallen. Die Anwendung chemischer Maßnahmen ist aufgrund ihrer zum Teil hochgiftigen Substanzen im Heimgarten nicht zu empfehlen und ist sachkundigen Anwendern vorbehalten.

Die Große Wühlmaus (Schermaus)

In Europa gibt es 27 verschiedene Wühlmausarten, wobei vor allem die Große Wühlmaus (Schermaus) für Gärtner und Hobbygärtner als Schädling relevant ist. Grab- und Wühltätigkeiten in Ihren Beeten und Ihrem Garten, die mit abgestorbenen Pflanzen sowie abgefressenen Wurzeln und Blumenzwiebeln in Zusammenhang stehen, gehen in sehr vielen Fällen auf die Tätigkeit dieser hauptsächlich unterirdisch lebenden und selten zu beobachtenden Tiere zurück.

Zur den bekanntesten Vertretern aus der Gruppe der Wühlmäuse zählen auch die Rötelmaus, die Feldmaus und die Bisamratte. Wühlmäuse sind überall verbreitet und leben gern in leichten bis mittelschweren Böden. Lehmböden mögen sie weniger, denn sie brauchen einen Boden, in dem sie leicht ihre Gänge anlegen können. Die Schäden, die durch Wühlmäuse verursacht werden, können immens sein, weshalb wir uns im Wesentlichen der Wühlmausbekämpfung widmen wollen. Die Nager fressen gern Wurzelgemüse, oder knabbern an Kartoffeln und Stauden. Selbst Obstbäume bleiben vor ihnen nicht verschont. Tulpenzwiebeln und die zarte Rinde der Rosen werden ebenfalls gern von diesen kleinen Vegetariern verletzt.

Wer von seinem angebauten Gemüse etwas ernten möchte, muss sich nicht selten Gedanken darüber machen, wie die Wühlmäuse zu bekämpfen sind.

Die Schäden, die durch Wühlmäuse verursacht werden, können immens sein. Die Nager fressen gern Wurzelgemüse, oder knabbern an Kartoffeln und Stauden. Selbst Obstbäume bleiben vor ihnen nicht verschont. Tulpenzwiebeln und die zarte Rinde der Rosen werden ebenfalls gern von diesen kleinen Vegetariern verletzt. Wer von seinem angebauten Gemüse etwas ernten möchte, oder sich an seinen Blumenbeeten erfreuen möchte, der kommt in der Regel nicht umhin, sich früher oder später mit dem Thema Wühlmausbekämpfung auseinander zu setzen.

Welche Themen finden Sie in diesem Ratgeber?

In diesem Online-Ratgeber wird hauptsächlich auf die wichtigsten heimischen Arten eingegangen. Um eine effiziente und zielführende Bekämpfung dieser Schädlinge durchzuführen, werden Ihnen die wichtigsten Informationen über das Aussehen, die Lebensweise und das Verhalten (Fortpflanzung, Ernährung und Schadbilder) dieser ungebetenen Gartenbesucher gegeben. Mit diesem Wissen können Sie Maßnahmen auswählen (Vorbeugung, Wühlmausfallen, Wühlmausgifte), um „Ihre““ Wühlmäuse in Schach zu halten. Außerdem erhalten Sie Informationen über die Lebensweise und Schadbilder der Kleinen Wühlmäuse (Feldmaus, Erdmaus) sowie über die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale, die Ihnen die Bestimmung erleichtern soll, welches Tier – ob Wühlmaus oder Maulwurf – Ihren Garten umgräbt. Dies mag bei der Wahl der Bekämpfungsmethode ein bedeutender Unterschied sein, denn Maulwürfe zählen zu den geschützten Arten.

Maulwürfe unterliegen der Bundesartenschutzverordnung. Diese dürfen zwar verjagt, nicht aber gefangen oder getötet werden. Wer also Wühlmäuse in seinem Garten vermutet, sollte erst einmal sicherstellen, dass es sich tatsächlich um diese Tierchen handelt. Dabei lassen sich Wühlmäuse relativ leicht identifizieren. So befindet sich beispielsweise das Loch in dem aufgeworfenen Erdhaufen einer Wühlmaus etwas seitlich, und im Erdhügel sind oft Pflanzenteile oder Wurzeln enthalten. Außerdem ist der Hügel nicht so hoch wie ein Hügel, der durch einen Maulwurf aufgeworfen wurde. Die Gänge der Wühlmäuse sind oft mehr als acht Zentimeter breit und oval angelegt.Mithilfe der Verwühlprobe lässt sich feststellen, ob die Maus noch in dem Gang lebt. An anderer Stelle lesen Sie mehr zur Unterscheidung vom Maulwurf und der Verwühlprobe.

Natürliche Wühlmausbekämpfung
Wo natürliche Feinde der Wühlmaus fehlen, greift der Mensch ein und bekämpft die Wühlmäuse mit Fallen, Giften, oder versucht diese durch unangenehme Gerüche, Geräusche oder Vibrationen zu verjagen.

Wissenschaftliche Klassifikation und regionale Namen

Die Große Wühlmaus gehört zu den Säugetieren – im Unterschied zum Maulwurf nicht zu den Insektenfressern, sondern zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia), zur Familie der Wühlmäuse (Microtidae) und zur Gattung der Schermäuse (Arvicola). Die Große Wühlmaus trägt den wissenschaftlichen Namen Arvicola terrestris.

Während der wissenschaftliche Name unmissverständlich verwendet wird, ist für die Große Wühlmaus eine Reihe von regional unterschiedlichen Namen vorhanden. So finden sich darunter etwa Bezeichnungen wie Schermaus, Erdwolf, Wasserratte, Mollmaus, Kleiner Hamster oder Hamaus. Beachten Sie, dass in manchen Regionen die Bezeichnung „Schermaus“ für den Maulwurf verwendet wird und Sie klären müssen, um welche „Wühlmaus“ es sich in Ihrem Fall handelt. Dies ist aus folgendem Grund wichtig: Maulwürfe und Hamster sind nach der Bundesartenschutzverordnung geschützt und dürfen im Zuge der Schädlingsbekämpfung nicht getötet werden. Sie müssen daher vor dem Bekämpfen klären, um welche Tiere es sich handelt und welche Maßnahmen sinnvollerweise ergriffen werden können. Hinweise, wie Sie Wühlmäuse und Maulwürfe unterscheiden, finden Sie auf dieser Seite.

Allgemeines zur Bekämpfung von Wühlmäusen

Wühlmäuse können das ganze Jahr über bekämpft werden. In der Zeit vom Herbst bis zum Frühling sind die Erfolgsaussichten aber sehr groß. Wühlmäuse sind auch während der kalten Jahreszeit aktiv und sind für Köder empfänglicher. Schließlich finden sie außerhalb ihrer Gänge kaum Essbares, sodass sie oft darauf angewiesen sind, ausgelegte Köder aufzunehmen.
Neben der Bekämpfung mit Gift oder mit speziellen Wühlmausfallen kommt die Förderung der natürlichen Feinde der Wühlmäuse in Betracht.

Letzte Aktualisierung am 7.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API